Zellenradschleuse

Allgemein unterscheidet man bei Zellenradschleusen zwischen zwei Grundfunktionen: Austragen und Dosieren.

Bei beiden Funktionen kommt noch die Aufgabe hinzu, einen Luftabschluss zwischen zwei Anlagen-Abschnitten herzustellen.
Wobei ein absoluter Luftabschluss bei einer gegebenen Druckdifferenz nicht möglich ist, sondern es kann sich immer nur um eine Minimierung der Falschluft-Strömung handeln.

Austragen
Bei der Grundfunktion des reinen Austragens fällt das Produkt durch die Schwerkraft aus einem Behälter oder Fallschacht von oben in die Kammern des Rotors.
Durch die Rotation des Zellenrads wird das Gut zur Ausfallöffnung transportiert, aus der es wiederum durch die Schwerkraft nach unten herausfällt.
Der Schüttgutförderstrom lässt sich dabei durch die Zellenradschleuse selbst nicht beeinflussen, sondern er ist abhängig von Kammervolumen, Füllungsgrad und Drehzahl.

Dosieren
Die Dosier-Zellenradschleuse ist gekennzeichnet durch eine variable Drehzahl, z.B. über Verstellgetriebe-Motor oder Umrichter-Antrieb.
Dabei handelt es sich um eine rein volumetrische Dosierung: Eine Messung und Nachregelung des Massenstroms findet nicht statt, jedoch kann ein konstanter und reproduzierbarer Volumenstrom eingestellt werden. Voraussetzung ist jedoch, dass
a) die Schüttgutdichte immer konstant ist,
b) das Zellenrad immer mit gleichem Füllgrad versorgt wird. Dies kann z.B. durch ein Rührwerk oder eine pneumatische Austragshilfe im Vorbehälter über der Zellenradschleuse erreicht werden,
c) die Zellen restlos entleert werden

 

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